Ghostwriter nutzen?

„Ich fühle mich überfordert, meine Abschlussarbeit zu schreiben, und würde sie mir daher gern von Ghostwritern erstellen lassen.“

Foto: Morgan Pelinsky

Das sogenannte Ghostwriting, also das Verfassen von Texten durch Dritte, ist zwar in Politik und Wirtschaft durchaus üblich, denn Minister:innen, Kanzler:innen, Präsident:innen und Geschäftsführer:innen hätten selbst meist gar nicht die Zeit dafür, ihre eigenen Reden und sonstigen Publikationen eigenständig zu verfassen.

Bei hochschulischen Prüfungen und Abschlussarbeiten wird jedoch schon von den Hochschulgesetzen sowie von den Studien- und Prüfungsordnungen gefordert, dass Sie alle Ihre Werke komplett eigenständig und ohne fremde Hilfe erstellen und dass Sie jegliche genutzte Quelle offenlegen.

Genau dazu müssen Sie sich in der Eigenständigkeitserklärung am Schluss Ihrer Einreichung mit Ihrer Unterschrift verpflichten, sonst wird diese Einreichung gar nicht erst geprüft, sondern direkt abgewiesen.

Oftmals enthalten die vorgegebenen und einzuhaltenden Selbstverpflichtungen gar eine eidesstattliche Erklärung.

Bedeutung und Folgen des Ghostwritings

Ghostwriting beginnt bereits, wenn Sie sich einen Teil Ihrer eigenständig zu verfassenden Arbeit von Dritten liefern lassen, wie klein oder umfangreich auch immer der sein mag.

Der Sachverhalt ist der Gleiche, wie wenn Sie Teile aus einer anderen fremden Quelle in Ihre Arbeit übernehmen; dort nennt man es bekanntlich Plagiat.

Ghostwriting ist daher gleichzusetzen mit beabsichtigtem Plagiat.

Wer für seine Prüfungsleistung abschreibt von anderen – also auch von denen, die man selbst für die Textlieferung bezahlt – ist folglich ein:e Plagiator:in. Der Umfang spielt dabei keine Rolle!

Abschluss und Titelführung werden durch Ghostwriting / Plagiat wertlos.

Rechnen Sie daher mit schwerwiegenden Folgen für Sie selbst und für Ihre eigene berufliche Zukunft, wenn Sie Ghostwriting nutzen und somit plagiieren:

  1. Wenn Sie erst einmal noch nicht ertappt werden: Jeder Blick in den Spiegel zeigt Ihnen fortan eine:n Betrüger:in, denn Sie hatten sich Ihren verliehenen Abschluss nicht redlich erarbeitet, sondern ihn von anderen basteln lassen, somit das geforderte Niveau nicht selbst geschafft. Fliegt Ihr Betrug aber im Nachhinein doch noch auf, verlieren Sie gar Ihren Job, sofern Ihr Hochschulabschluss dazu eine Einstellungsvoraussetzung war, und gelten als nicht länger vertrauenswürdig.
  2. Wenn Sie ertappt werden (was durchaus häufig vorkommt und auch Jahre später noch passieren kann): Ihre Einreichung wird mindestens als „mangelhaft“ bewertet. Infolgedessen haben Sie dann nur noch einen allerletzten Versuch, eine Abschlussarbeit zu erstellen und diese einzureichen – gelingt der dann nicht, gestalten Sie Ihr Leben fortan ohne Hochschulabschluss. Ein „Durchwinken“ wie an Schulen ist an Hochschulen nicht vorgesehen!
  3. Wenn die von Ihnen unterzeichnete Selbstverpflichtung eine eidesstattliche Erklärung war, haben Sie sich mit Ghostwriting, Plagiieren und weiteren Täuschungen sogar strafbar gemacht. Beamtenstatus und öffentlicher Dienst scheiden damit für Sie aus, ebenso Karrieren in Wirtschaft und Gesellschaft.

Welche Hilfen sind denn noch möglich?

Sie können – am besten frühzeitig – nachfolgend dargelegte Hilfen in Anspruch nehmen, sofern sie nicht in Form von vorgefertigten Texten in Ihrer Arbeit Platz finden:

  • Nachhilfestunden und (Online-)Trainings – etwa zu Methoden des Forschens, des Recherchierens, des empirischen Vorgehens oder zu Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens, siehe mein Angebot A
  • Probearbeit erstellen – im Semester vorher die eigene Themenidee etwa zu einem vierseitigen Exposé mitsamt Grundbestandteilen und Literaturstudie per Mentoring begleitet ausarbeiten, siehe mein Angebot B
  • Coaching beanspruchen – dieses kann Ihnen schon vor Beginn der Erarbeitung nützlich sein, ebenso kann es Sie auch bei der Erstellung Ihrer Abschlussarbeit begleiten, siehe mein Angebot C

Tipp

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Bewertungskriterien

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Hier lernt ihr detailliert die Anforderungen kennen und erfahrt, welche Kriterien in welchem Maße beachtet werden sollten.

Dieser Kurs ist die Zusammenfassung und Kommentierung einer seit vielen Jahren verwendeten und gemeinsam mit mir erarbeiteten hochschulischen Handreichung zum Bewerten von Haus-, Projekt- und Abschlussarbeiten.

Diesen Kurs braucht ihr als euren Ausgangspunkt!

Curriculum

  • Einführung – 1 Lektion • 10 Min.
  • Grundbestandteile – 6 Lektionen • 35 Min.
  • Gliederung – 1 Lektion • 5 Min.
  • Grundlagen – 1 Lektion • 5 Min.
  • Qualitätsmerkmale – 2 Lektionen • 15 Min.
  • Durchführung – 3 Lektionen • 13 Min.
  • Quellen und Zitieren – 2 Lektionen • 14 Min.
  • Sprache und Formgebung – 1 Lektion • 5 Min.

Kommentare

„Knackige Zusammenfassung – gute Ergänzung zu meinen Hochschulunterlagen.“ – „Danke – auf den Punkt!“ – „Wichtig, damit man von Anfang an weiß, worauf die Prüfer achten werden!“ – „Danke dafür! Warum legt meine Uni nicht ihre Bewertungskriterien offen??“ – „Ich hatte nicht erwartet, dass es so viele Kriterien geben könnte. An meiner Hochschule wurden uns bislang keine zugänglich gemacht...“ – „Danke, dass es diesen Kurs gibt! Jetzt kann ich mir besser vorstellen worauf ich in den kommenden Monaten achten muss.“ – „Diese Infos gehören in jedes Seminar zur Vorbereitung auf die Abschlussarbeit! Jetzt weiß ich, welche Bewertungskriterien auch für mich angewandt werden könnten.“

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