Plagiate durch Ghostwriting

„Welche Risiken bestehen, wenn ich mir von einem Dienstleister helfen lasse? Er bietet mir an, meine Arbeit fertig zu schreiben, da ich es selbst derzeit nicht hinbekomme.“

Foto: Christin Hume

Diese Frage führt zu zwei Antworten:

1. Aberkennung des Abschlusses droht

Ghostwriting zu nutzen ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht in der Wissenschaft, weil fremde Texte ohne Quellennachweis zu Bestandteilen Ihrer eingereichten wissenschaftlichen Arbeit geworden sind. Somit erfüllen von Ghostwritern in hochschulische Abschlussarbeiten eingebrachte Texte den Tatbestand des Plagiats.

Ferner ist dies ein Verstoß gegen die hochschul- und prüfungsrechtlichen Vorgaben, wonach Sie eine Eigenständigkeitserklärung unterzeichnet mit einreichen müssen, in der Sie sich dazu bekennen, Ihre Arbeit selbstständig verfasst zu haben sowie keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel genutzt zu haben. Oft ist Ghostwriting explizit in der Erklärung ausgeschlossen – aber gemäß dem vorangegangenen Hinweis auf eine nicht offengelegte fremde Quelle ist Ghostwriting an sich – auch ohne explizite Erwähnung – logischerweise ein Rechtsverstoß.

Je nach den Regelungen in den Hochschulgesetzen und den hochschulischen Vorgaben ist im Falle der Nutzung von Ghostwriting mit Aberkennung des Abschlusses sowie auch mit mitunter fünfstelligen Geldbußen zu rechnen.

2. Allein Ihr eigenes Können zählt

Mit hochschulischen Prüfungen sollen Sie beweisen, dass Sie selbst nicht nur etwas wissen, sondern auch etwas können.

Leider helfen viele Hochschulen heutzutage nicht immer dabei. Wissenschaftliches Arbeiten ist ja längst nicht überall Pflichtfach – schon gar nicht ist es irgendwo eine überprüfte Voraussetzung, dieses Können noch vor der anstehenden Abschlussarbeit bewiesen zu haben. Das Zusammenkehren von Aussagen („über etwas schreiben“) wie beim Schulaufsatz ist dabei noch keine wissenschaftliche Leistung.

Es gilt jedoch, dass Ihre Abschlussarbeit eine wissenschaftliche sein muss, und wer sich nicht eigenständig zuvor trainiert hatte, kann das eigene Können meist nicht hinreichend beweisen.

Die eigenen Mängel zu verdrängen und sich mit Versprechen wie „Abschlussarbeit in 30 Tagen“ und „Doktorarbeit in 100 Tagen“ von Ghostwritern locken zu lassen ist kein Beweis von Können!

Welche Hilfen sind dennoch möglich?

Sie können – am besten frühzeitig – nachfolgend dargelegte Hilfen in Anspruch nehmen, sofern sie nicht in Form von vorgefertigten Texten in Ihrer Arbeit Platz finden:

  • Nachhilfestunden und (Online-)Trainings – etwa zu Methoden des Forschens, des Recherchierens, des empirischen Vorgehens oder zu Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens, siehe mein Angebot A
  • Probearbeit erstellen – im Semester vorher die eigene Themenidee etwa zu einem vierseitigen Exposé mitsamt Grundbestandteilen und Literaturstudie per Mentoring begleitet ausarbeiten, siehe mein Angebot B
  • Coaching beanspruchen – dieses kann Ihnen schon vor Beginn der Erarbeitung nützlich sein, ebenso kann es Sie auch bei der Erstellung Ihrer Abschlussarbeit begleiten, siehe mein Angebot C

Tipp!

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Die Grundlage des wissenschaftlichen Arbeitens trainieren

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Warum die Praxis des kritischen Denkens für unser wissenschaftliches Arbeiten ein wesentliches Qualitätsmerkmal ist, das erfahrt ihr in diesem Online-Selbstlernkurs. Und ihr könnt anhand der Lektionen dieses Kurses euch selbst trainieren, mehr kritisch zu denken sowie zu handeln – und auf diese Weise noch konstruktivere Beiträge im Alltag zu leisten.

Dieser Kurs ist der Booster für eure Wissenschaftlichkeit.

Curriculum

  • Einführung – 3 Lektionen • 5 Min.
  • Ihr „Roter Faden“ – 13 Lektionen • 45 Min.
  • Zum Schluss – 3 Lektionen • 15 Min.

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