Wie tiefgehend muss der Grundlagenteil sein?

Prinzipiell gilt, dass nichts in einer wissenschaftliche Arbeit vorkommen darf, was für die Bearbeitung und Beantwortung der Forschungsfrage bzw. Themenstellung überflüssig ist.

Positiv formuliert: Alles, was für das Verständnis der Problemstellung und des Lösungsweges notwendig ist, muss in der Arbeit enthalten sein.

Dazu gehören selbstverständlich Grundlagen aus der wissenschaftlichen Literatur: Methoden, Modelle und bereits zum Untersuchungsgegenstand vorfindbare Untersuchungen.

Keinen separaten Grundlagenteil erstellen!

Wenig hilfreich ist dabei aber die vielerorts gemachte Vorgabe, nach der „Einleitung“ (Kap. 1) alle benötigten „Konzeptionellen Grundlagen“ (Kap. 2) gesammelt darzustellen.

Solch ein separater Grundlagenteil ist nämlich oft mit allerlei Informationen zu füllen, die in der dann erst ab Kap. 3 folgenden eigentlichen Bearbeitung möglicherweise gar nicht so umfänglich benötigt werden bzw. auf die dann jeweils zurückverwiesen werden muss.

So etwas hat für die Leser ein umständliches Herumblättern zur Folge.

Tipp: Beginne deinen Bearbeitungsteil direkt mit Kap. 2 (Vorstellung deines Untersuchungsgegenstands aus Sicht der zu lösenden Problemstellung) und bringe deine Grundlagen-Informationen immer direkt dort ein, wo sie gerade für Argumentationen oder für die Nachvollziehbarkeit notwendig sind!

Auf diese Weise vermeidest du die unnütze Erarbeitung und Verschriftlichung von nicht benötigten Informationen, du sparst Zeit und Kraft - und deine wissenschaftliche Arbeit gewinnt an Konsistenz.

Grund für diese Vorgehensweise ist, den forschenden Charakter - Erreichen eines Erkenntnisziels - in allen hochschulischen Arbeiten, also auch bei Projektarbeiten und Referaten, durchgängig aufrecht zu erhalten.

Tipp!

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