KI richtig verwenden!

21. Nov 2025

KI richtig nutzen in der Wissenschaft: Warum Sie selbst für Ihre Quellen verantwortlich sind und wie Sie KI sachgerecht ohne falsche Angaben einsetzen.

„Was muss ich tun, um KI bei meiner wissenschaftlichen Arbeit sachgerecht einzusetzen?“ 

Diese Frage beschäftigt immer mehr Studierende und Promovierende. Und nahezu jede Hochschule veröffentlicht dazu inzwischen ihre eigenen Regularien – immerhin. Aber sind diese Vorschriften immer sachgemäß? 

Und was wäre, wenn jemand diesen Vorgaben nicht entspräche...?

Nicht nur KI halluziniert – KI mit Vernunft verwenden!

Sollte man seinen vollständigen Prompt mit Antwort, Quellenbehauptungen, Datum und Angabe der KI-Version in einer Fußnote zitieren, wenn man Inhalte aus einer KI-Antwort übernimmt?

Nein, sage ich! 

Zwar steuern wir mit unseren Abfragen (prompts) die Maschinen selbst, die uns stets wohlgesonnen alles so liefern wollen, wie wir es gern hätten. Aber wenn wir über wissenschaftliches Denken und Arbeiten sprechen, müssen wir uns schon selbst (wieder) verantwortlich machen!

Es ist einfach nur die Vorgehensweise einzuhalten, die schon vor KI in der Wissenschaft notwendig war – und weiterhin ist. Denn halluzinierte Quellen gab es auch vorher schon, weil selbstverständlich auch Menschen mitunter Quellen erfinden – oder sogar bestehende Quellen für Sachverhalte einbinden, die jene Quellen aber näher besehen nicht entsprechend belegen / abdecken können.

Sprich: jede (!) „Fundstelle“, auch aber nicht nur von KI, ist genau zu checken: gibt es sie überhaupt? Dann ist ihre Zugänglichkeit zu prüfen, wenn es sie denn gibt: kann ich sie inhaltlich auch selbst überprüfen und sie schließlich guten Gewissens für das verwenden, wozu sie mir vorgeschlagen (!) wurde? KI macht ja schließlich nur Vorschläge, schreibt ja nicht meine Texte selbst...

Unbesonnen, unsinnig und urheberrechtlich falsch finde ich Leitfäden von Unis, wonach man stets KI an konkreten Stellen angeben soll. Solches pusten derweil viele Unis in den Äther, mitunter seien sogar ausdrückliche „Erklärungen“ zu unterzeichnen.

KI ist aber nun einmal selbst gar keine Quelle! 

Jeder Prof, der einen Stab wissenschaftlicher Mitarbeiter hat (z. B. Promovierende), gibt schließlich auch nicht an, dass diese oder jene Passage in seinem Text von Kandidat XY stammt. 

Sprich: ein jeder, der namentlich für einen Text zeichnet, ist selbst verantwortlich für den Text, den er (unter)schreibt, und sollte daher tunlichst jede Quelle selbst überprüft haben – und muss halt die Validität für deren jeweilige Verwendung in seinem eigenen Kontext selbst verantworten. 

Damals wie heute.

Per Podcast und Video

Obigen Text habe ich für eine auditive und audio-visuelle Zusammenfassung an die KI „Notebook LM“ (Google) gegeben. 

Nachstehend seht / hört ihr die beiden Resultate!

🎙️

🎞️

... Und was wäre, wenn man eventuellen Offenlegungsvorgaben seiner Hochschule nicht entspräche?

Umsetzungshinweise für Studierende

Die folgenden Empfehlungen fassen die zwingenden Anforderungen an menschliche Rechenschaftspflicht und prozedurale Transparenz für die Nutzung von KI in der Wissenschaft zusammen.

Eine Nichteinhaltung der Offenlegungspflicht wird meist als Täuschungsversuch gewertet.

  1. Volle Verantwortung tragen:
    Du hast die volle und uneingeschränkte Verantwortung für die Richtigkeit aller Inhalte. Die Verantwortung für die Verifizierung von KI-generierten Inhalten liegt also letztlich immer beim Anwender.
  2. Zwingende Kennzeichnung:
    Gib KI-Werkzeuge transparent als Hilfsmittel an, wenn sie zur Erstellung von prüfungsrelevanten Leistungen genutzt wurden und den wissenschaftlichen Inhalt beeinflusst haben.
  3. Umfassende Dokumentation:
    Archiviere die gesamte Interaktion mit der KI (eingegebene Prompts, Chat-Verläufe, generierte Antworten) in einem Begleitprotokoll, um die Eigenleistung nachvollziehbar zu machen.
  4. Ausnahme beachten:
    Werkzeuge, die lediglich zur sprachlichen oder formalen Optimierung dienen (z.B. Grammatik-, Stil- oder Rechtschreibprüfungen), müssen nicht offengelegt werden.

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