Den Forschungsplan erstellen

18. Dez 2024

Erstelle einen strukturierten Forschungsplan für deine Abschlussarbeit oder Dissertation. Profitiere von Experten-Leitfäden für alle Fachrichtungen.

Bild: Pixabay
Bild: Pixabay

Du planst eine Abschlussarbeit, träumst von einer Dissertation oder möchtest ein spannendes Forschungsprojekt in deinem Beruf durchführen? Dann weißt du sicher: Der Weg zur erfolgreichen Forschung beginnt mit einem durchdachten Plan. 

In diesem Leitfaden erfährst du, wie du deinen Forschungsplan erstellst – egal ob du in den Geistes-, Wirtschafts- oder Ingenieurwissenschaften zu Hause bist.

1. Warum du einen Forschungsplan brauchst

Stell dir vor, du möchtest eine lange Reise unternehmen. Würdest du einfach losfahren, ohne dir Gedanken über Route, Ausrüstung und Zeitplan zu machen? Vermutlich nicht. 

Genauso verhält es sich mit deinem Forschungsvorhaben. Ein gut durchdachter Forschungsplan ist dein persönlicher Reiseführer durch die Welt der Wissenschaft. Er hilft dir dabei, deine Gedanken zu ordnen, mögliche Stolpersteine frühzeitig zu erkennen und andere von deinem Projekt zu überzeugen – sei es dein Betreuer oder eine Förderinstitution.

2. Von der Idee zur Forschungsfrage

Jedes Forschungsprojekt beginnt mit einer Frage, die dich nicht loslässt. Vielleicht ist es ein theoretisches Problem, das du schon lange verstehen möchtest. Oder eine praktische Herausforderung aus deinem Berufsalltag, für die du eine wissenschaftlich fundierte Lösung suchst. Das Wichtigste ist, dass du diese Frage präzise formulierst!

  • Wenn du beispielsweise in den Geisteswissenschaften forschst, könnte dich interessieren, wie sich der Begriff der Authentizität in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur gewandelt hat. 
  • Als Wirtschaftswissenschaftler beschäftigst du dich vielleicht mit dem Einfluss agiler Führungsmethoden auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen. 
  • Und als Ingenieurin arbeitest du möglicherweise an der Optimierung von IoT-Sensoren durch adaptive Algorithmen.

Welche Frage wirst du voraussichtlich stellen und beantworten wollen?

3. Den aktuellen Forschungsstand erkunden

Bevor du in die Tiefen deiner eigenen Forschung eintauchst, musst du unbedingt wissen, was andere bereits herausgefunden haben. Eine gründliche Literaturrecherche ist darum unverzichtbar. 

Nutze verschiedene Datenbanken, lies dich in aktuelle Debatten ein und schaue auch über den Tellerrand deiner Disziplin hinaus. 

Oft entstehen die spannendsten Erkenntnisse genau dort, wo verschiedene Fachgebiete sich überschneiden.

4. Die richtige Methode finden

Die Wahl deiner Forschungsmethode hängt stark von deiner Fragestellung ab. 

  • Als Geisteswissenschaftlerin wirst du häufig mit Textanalysen, Diskursanalysen oder qualitativen Interviews arbeiten. 
  • In den Wirtschaftswissenschaften kommen oft quantitative Erhebungen, Fallstudien oder ökonometrische Analysen zum Einsatz. 
  • Und wenn du in den Ingenieurwissenschaften forschst, werden experimentelle Untersuchungen, Simulationen oder Prototyping deine wichtigsten Werkzeuge sein.

Welche Methoden sind dir vertraut, welche noch nicht – und welche könnte voraussichtlich passend sein für dein Vorhaben?

5. Zeit und Ressourcen realistisch einplanen

Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut – also braucht dein Forschungsprojekt ebenfalls seine Zeit. 

Ich skizziere jetzt einmal voraussichtliche Zeiträume bei einer Dissertation – wenn du eine forschende Abschlussarbeit in einem Bachelor- oder Masterstudiengang planst, nimm die dort vorgegebene Bearbeitungszeit (von der Anmeldung bis zur Abgabe) als Maßstab und skaliere die nachstehenden Zeitfenster entsprechend! (Die Anwendung der Phasenzeiten auf eine viermonatige Laufzeit ist in kursiv ergänzt dargestellt.)

  1. Plane für die erste Phase der Literaturrecherche und Methodenentwicklung etwa 3 bis 6 Monate (bzw. 1 Monat) ein. 
  2. Die Hauptphase der Datenerhebung oder experimentellen Arbeit wird wahrscheinlich 6 bis 12 Monate (bzw. 1) in Anspruch nehmen. 
  3. Und auch für die Auswertung und Verschriftlichung solltest du noch einmal etwa 6 bis 12 Monate (bzw. 1 bis 2) einkalkulieren.

Denk dabei auch an die Ressourcen, die du benötigst:

  • Wer kann dich bei deinem Projekt unterstützen?
  • Welche Ausstattung brauchst du?
  • Entstehen Kosten für Reisen oder Equipment?
  • Und vor allem: wie viel Zeit kannst du selbst investieren?

Diese Aufstellung macht deutlich, dass eine eigene empirisch angelegte Arbeit in Bachelor- und Masterstudiengängen eher unrealistisch wäre!

6. Besondere Herausforderungen für Berufstätige

Wenn du dein Forschungsprojekt neben dem Beruf durchführen möchtest, stehst du vor besonderen Herausforderungen. 

Sprich frühzeitig mit deinem Arbeitgeber über dein Vorhaben. Vielleicht ergeben sich sogar Synergien zwischen deiner Forschung und deiner beruflichen Tätigkeit? 

Plane in jedem Fall großzügige Zeitpuffer ein und sei realistisch in der Einschätzung deiner Kapazitäten.

7. Flexibel bleiben und Unterstützung suchen

Dein Forschungsplan ist kein starres Korsett, sondern ein lebendiges Dokument. Während deiner Forschung wirst du immer wieder neue Erkenntnisse gewinnen, die eine Anpassung deines Plans erforderlich machen. Das ist völlig normal und sogar erwünscht – schließlich ist Forschung ein kreativer Prozess.

Hole dir regelmäßig Feedback von deinen Betreuern, Kollegen oder Experten aus der Praxis. Sie können dir wertvolle Hinweise geben und dich auf mögliche Stolpersteine aufmerksam machen. 

Denke auch an ethische Aspekte deiner Forschung und kläre frühzeitig, ob du bestimmte Genehmigungen benötigst.

8. Auf den Weg machen

Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.“ 

Mit einem gut durchdachten Forschungsplan hast du die besten Voraussetzungen, dass dieser erste Schritt in die richtige Richtung geht. 

Nimm dir die Zeit, die du für die Planung brauchst – diese Investition wird sich im weiteren Verlauf deines Projekts mehrfach auszahlen.

Überprüfe zum Schluss noch einmal kritisch: 

  • Sind deine Grundelemente Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage klar formuliert? 
  • Passen die gewählten Methoden zu deiner Fragestellung? 
  • Ist dein Zeitplan realistisch? 
  • Hast du alle notwendigen Ressourcen bedacht? 
  • Und nicht zuletzt: passt der Plan zu deinen beruflichen und privaten Verpflichtungen?

Mit diesen Überlegungen bist du bestens gerüstet für den Start in dein Forschungsabenteuer. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

# studieren #promovieren #berufsbegleitend #forschenlernen #forschungsplan


Tipp

Onlinekurs fürs Selbststudium

Lerne die wichtigsten Dimensionen des wissenschaftlichen Arbeitens kennen und lass dich online trainieren!

Transferwerkstatt Wissenschaftliches Arbeiten

Jetzt erfolgreich dein erstes wissenschaftliches Projekt aufsetzen – Studieren mit Unterstützung der KI!

In 15 praxisorientierten Lektionen zeige ich dir die Grundlagen des wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens.

    • Du lernst die wichtigsten Methoden kennen und verstehst, wie du sie für deine Arbeit nutzen kannst.
    • Du erfährst, wie die KI dir zu den jeweiligen Lektionsinhalten beistehen kann, und du bekommst direkt umsetzbare Prompts.
    • Durch die Übungen mit den Worksheets zu jeder Lektion kannst du die Qualifikationsziele des Kurses erreichen!

Du stehst vor deiner ersten wissenschaftlichen Arbeit und fragst dich:

  • Wie fange ich das bloß an?
  • Was macht eine Arbeit überhaupt „wissenschaftlich“?
  • Wie kriege ich das alles strukturiert hin?

Hey, keine Sorge! Wissenschaftliches Arbeiten ist keine Hexerei. Du brauchst nur:

  • einen klaren Plan,
  • die richtigen Werkzeuge, und
  • und jemanden, der dir den Weg zeigt!

Und der ist hier und bietet dir jetzt diesen Selbstlernkurs an – inklusive virtuellem Assistenten.

Mein Versprechen:

In diesem Kurs lernst du Schritt für Schritt,

  • wie du wissenschaftlich denkst und arbeitest,
  • welche Methoden zu dir und deinem Thema passen, und
  • wie du strukturiert und sicher dein Ziel erreichst.

Für wen ist der Kurs?

Dieser Kurs ist genau richtig für dich, wenn

  • du vor deiner ersten wissenschaftlichen Arbeit stehst,
  • du vor bereits vielen Jahren studiert hattest und deine wissenschaftlichen Kompetenzen aktuell nicht für weiteres Forschen trainiert sind,
  • du Methoden und Techniken nicht nur verstehen, sondern anwenden willst, und
  • du einen klaren, praktischen Weg zum Ziel suchst!

Was macht diesen Kurs besonders?

✓ Praxisnah & direkt umsetzbar

✓ In verdauliche Häppchen gegliedert

✓ Mit vielen Beispielen & Übungen

✓ Die KI unterstützend nutzen lernen

✓ Ohne kompliziertes Fachchinesisch

✓ Direkt auf deine Bedürfnisse zugeschnitten

✓ Dein persönliches Workbook zum Download

✓ Dein virtueller Assistent 24/7

Weitere Besonderheiten dieses Kurses

Es erwarten dich 15 kompakte Lektionen:

  • einfach zu verstehen,
  • direkt anzuwenden,
  • flexibel zu nutzen,
  • Schritt für Schritt freigeschaltet, und
  • mit praktischen Übungen und KI-Prompts in jeder Lektion!

Starte jetzt deinen Weg zur erfolgreichen wissenschaftlichen Arbeit!

  • Videodauer: 3:25:10 (asynchrone Kommunikation)
  • Empfohlenes ergänzendes Selbststudium: 5 - 8 Stunden

Online-Trainingskurs für das Selbststudium